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Iberische Halbinsel mit dem Campervan

Nachdem ich euch bereits in diesem Beitrag über den Kauf und einen Teil des Ausbaus unseres Gefährtes berichtet hatte, möchte ich euch in diesem Beitrag mit auf unsere Reise nach Portugal und Spanien nehmen. Kurzum: Unser Trip auf die Iberische Halbinsel mit dem Campervan.

Inhalt

Wie haben wir navigiert und unsere Stellplätze für die Nächte gefunden?

Hierzu nutzten wir vorrangig die App „Park4Night„. Ich war anfangs recht skeptisch, doch diese App hat sich als wahre Wunderwaffe bewiesen. Es war immer ein Stellplatz zu finden- von schönen Campingplätzen in allen Preisklassen über kostenpflichtige und auch kostenlose Gemeindestellplätze ist hier alles dabei. Auch die Kommentare und Bewertungen sind hilfreich um sich vorab ein Bild vom Stellplatz zu machen. Von mir bekommt die App klare 5/5 Sterne.

Unsere hauptsächliche Navigation lief online über Google Maps. Dieses haben wir direkt auf unser Infotainmentsystem* über Apple CarPlay gestreamt. Das funktioniert natürlich auch für Android Auto, wofür wir jedoch keine entsprechenden Geräte besitzen. Der für mich größte Vorteil bei der Internetnavigation sind die aktuellsten Routen, Karten und Verkehrsupdates. Jeder Stau wurde direkt erkannt und wir entsprechend umgeleitet. 

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Unsere Reiseroute zur iberischen Halbinsel mit dem Campervan

Da wir schnell zu einer Hochzeit von Freunden mussten, haben wir die ersten vier Tage hauptsächlich Strecke gemacht. Plan war also schnell hin und dann ganz entspannt zurück. Die Hintour war natürlich entsprechend anstrengend und vor allem in Frankreich war die Maut relativ teuer. Hier lagen wir insgesamt um die -geschätzte- 80€. Da die Maut in Spanien noch höher ist, haben wir uns für die Route durch die Berge über Sevilla entschieden. Diese Straßen sind zwar etwas schlechter gepflegt, jedoch mautfrei.

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Dies war unsere Route von Rostock nach Lagos

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Dies war unsere Hauptroute mit den wichtigsten Stopps und Schlafplätzen.

Serra Estrella

In diesem wunderschönen Nationalpark und seiner Umgebung haben wir etwa vier Tage verbracht. Die wunderschönen Wanderwege, Stauseen und Berge haben wir sowohl mit dem Campervan als auch zu Fuß bereist. 

 

Ein großer Nachteil war leider, dass wir hier im Sommer waren. Somit waren viele Bachläufe ausgetrocknet und alle von uns besuchten Wasserfälle führten kein Wasser. Somit war leider auch der Überlauf des Covão dos Conchos, zu dem wir 4km pro Strecke in der Mittagssonne wanderten, nicht aktiv. Schön war es natürlich trotzdem, jedoch würde ich die Touren der Serra Estrella zu einer kühleren, wasserreicheren Jahreszeit empfehlen.

 

Die meisten Strecken sind mit dem Campervan gut zu fahren.

Galicien und unsere kurze Zwangspause

 

Auf dem Weg von Santiago de Compostela zum nächsten Stopp- dem Campingplatz Sisargas, hatten wir in einer kurvenreichen Bergstraße einen kurzen Atemaussetzer. Der Bordcomputer piepte und meldete Generator-Werkstatt. Ich dachte zuerst, der durch mich nachgerüstete Batteriebooster hätte die Lichtmaschine gegrillt. Doch da natürlich in einer Kurve auch die Servolenkung ausfiel, konnte ich getrost wieder einatmen. Es konnte somit nur der Riementrieb der Peripherie sein. Nach einem kurzen technischen Halt konnte ich die meisten Reste des Flachrippenriemens aus dem Motorraum holen. Mein erster Gedanke war: Was heißt eigentlich Keilriemen auf spanisch? 

 

Nun gut, es waren noch etwa 22km bis zum Campingplatz, es ist Sonntagabend und der alte Pumpe-Düse Motor läuft auch noch kurze Zeit ohne die ganzen Nebenantriebe. Also Klimaanlage abgestellt, alle nicht notwendigen Stromfresser wie z.B. Infotainment abgeschaltet und die letzten Kilometer zum Campingplatz Sisargas gefahren. Dort empfing man uns sehr freundlich und versuchte direkt Kontakt mit benachbarten Werkstätten aufzunehmen. Doch da es schließlich Sonntagabend war, haben wir es dann auf den nächsten Tag verschoben und es uns im platzeigenen Restaurant gemütlich gemacht.

 

Am nächsten Morgen sind wir direkt wieder zur Rezeption um die Werkstätten abzutelefonieren. Der freundliche Rezeptionist entgegnete nach einigen nicht angenommenen Anrufen mit „Santiago Apóstol“. Natürlich war der Montag, der 25.07. ein Feiertag in der Region Galizien. Nun gut, der eine Tag war dann auch nicht mehr dramatisch. Am Dienstag fuhren wir in die Stadt Malpica zum lokalen Mechaniker. Leider war dieser bis 1. August geschlossen, wie uns ein handgeschriebener Zettel an der Tür verraten sollte. Zum Glück hatte Google Maps noch einen Mechaniker in der Nähe ausgespuckt. Zu diesem sind wir dann gefahren und haben zum Glück einen jungen Monteur in der Werkstatt angetroffen. Dieser grüßte und schüttelte den Kopf, als ich mit „Habla Inglés“? nach einem Gespräch auf Englisch fragte. Ich zeigte ihm grinsend die Reste unseres Rippenriemens, er lächelte und sagte „correa!“

 

Mithilfe einer Übersetzerapp und den Überbleibseln meines Schulspanisch bekamen wir es hin, dass der passende Riemen am gleichen Tag um 17:30 geliefert wurde. Ich war froh, kurzfristig ein Ersatzteil zu bekommen. Außerdem wusste ich nun, was Rippenriemen auf Spanisch heißt 🙂 

 

Gegen 17:30 waren wir wieder bei ihm und er bot mir an, den Riemen gleich zu montieren. Noch zwei Autos vor mir und insgesamt 2h Zeit, war mir allerdings etwas zu lang und habe dann mit seiner Erlaubnis auf dem Parkplatz der Werkstatt den Riemen selbst aufgelegt. 

Wie hat sich die Aufbauelektrik von ECTIVE im Campervan bewährt? 

Da es nun nach vier Wochen intensiver Nutzung einige Erfahrungen bezüglich der Aufbauelektrik von der Firma ECTIVE* gibt, kann ich hier ein kurzes Feedback zu geben. 

 

Die Technik hat sich aus meiner Sicht mehr als bewährt. Die 200Ah LiFePo4 haben wir eigentlich nie unter 40%SoC entladen (müssen), da wir immer wieder Strecken gefahren sind (Solar war bei diesem Urlaub noch nicht verbaut). Mit der geplanten 400Wp Anlage auf dem Dach würde das Ganze wahrscheinlich nochmals besser aussehen. 

Wir haben am 2,5kW Inverter ohne Probleme mehrere Stunden mit Induktion gekocht, sowie Handys, Laptops und Kamera-/Drohnenakkus geladen. Permanent aktiv war der Kompressorkühlschrank, welcher unsere Lebensmittel stets frisch hielt. 

Während der Fahrt hat der BB30 Batteriebooster die Aufbaubatterie immer geladen bzw. auf Niveau gehalten.

Lasst mich gerne in den Kommentaren wissen, welches Thema euch am ehesten interessiert! Gerne natürlich auch wie immer über das Kontaktformular. Hat euch der Beitrag zum Urlaub auf der Iberischen Halbinsel mit dem Campervan gefallen? Gebt einfach einen Kommentar ab!

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